Die Idee
Die grundsätzliche Idee der Filmentstehung besteht darin jugendnahe Themen aufzugreifen und daraus eine Geschichte zu entwerfen. Diese Geschichte dient dann als Drehbuchvorlage eines Langspielfilms. An der Entstehung der Geschichte sind die Jugendlichen direkt beteiligt, indem sie ihre Erfahrungen mit einbringen und sich selbst als Charakter in die Geschichte einflechten. Bisher wurden immer Themen ausgesucht, die eine gewisse Problematik besitzen und daher auch als kritische Auseinandersetzung dienen können.
Um dem ganzen eine Struktur zu geben, begleite und führe ich, Doro Kleffner den kreativen Prozess gemeinsam mit den Jugendlichen. Ich schreibe das Drehbuch, lasse mich aber auf die Dialogvorschläge der Jugendlichen ein und verändere einzelne Szenen, wenn diese nicht für authentisch genug gehalten werden.
Ist das Drehbuch fertiggestellt, beginnen die Dreharbeiten. Gemeinsam mit dem Filmemacher Marc Witkowski, der die Kamera führt wird die Geschichte in Szene gesetzt. Den externen Ton machen ebenfalls Schüler, sowie auch manchmal die Kameraführung.
Regie führen ich, Marc Witkowski und auch Schüler dürfen Vorschläge machen oder Einwände äußern.
Die Dreharbeiten finden, wenn möglich im Block statt, da es so einfacher ist diese zu organisieren. Die Jugendlichen müssen daher ein großes Durchhaltevermögen haben und sehr flexibel mit ihrer Zeit sein. Zudem müssen sie lange Wartezeiten in Kauf nehmen, da das Drehen einzelner Szenen manchmal sehr lange dauern kann, vor allem wenn Darsteller immer wieder ihren Text vergessen.
Bisher hatten wir immer großes Glück, was die Drehorte anging. Ohne Probleme und große Vororganisation durften wir in Räumlichkeiten drehen, für die man normalerweise eine Drehgenehmigung benötigt. Ein weiteres großes Glück ist der spontane schauspielerische Einsatz von Freunden, Bekannten und Ex-Schülern, ohne die diese Filmprojekte nur halb so viel Authentizität hätten.
Wenn die Szenen alle gedreht sind kommt eine lange Phase des Materialeinspielens, Tonanlegens, Filmschneidens und Musikmachens. Diese Phase dauert meistens ein ganzes Jahr, da es sehr aufwendig ist, so viel Filmmaterial zu sichten, zu ordnen und zusammenzusetzen.
Diese Arbeit wird von Marc Witkowski geleistet.
Als letztes wird die Musik angelegt und der Feinschnitt gemacht.
Ist der Film fertig, wird dieser gebührend im Kino gezeigt. Die Premiere von „mittendraußen“ fand im Metropolis-Kino statt und die Premiere von „abgestürzt“ im Zeise-Kino.
Anschließend ist bisher zu beiden Filmen ein Unterrichtskonzept entstanden, welches sich thematisch und methodisch mit den jeweiligen Themen auseinandersetzt. Diese sind gemeinsam mit den Filmen für Schulen käuflich zu erwerben.
Der Erlös der Filme geht ausschließlich in die Produktionskosten der Filmprojekte.